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Trinkgeld in Japan

Trinkgeld ist in Japan nicht üblich und sollte am besten ganz vermieden werden. Die japanische Servicekultur basiert auf dem Grundsatz, dass exzellenter Service ein professioneller Standard ist – keine Leistung, die extra vergütet werden muss. Geld auf dem Tisch zu lassen oder es dem Kellner zu reichen, kann Verwirrung oder sogar Unmut auslösen.

Restaurants

Gib in japanischen Restaurants niemals Trinkgeld. Das Personal ist stolz auf seine Arbeit und könnte sich beleidigt fühlen, wenn du Geld hinterlässt. Manche hochpreisigen Restaurants rechnen automatisch 10–15 % Servicegebühr ab – überprüfe deine Rechnung. In Izakayas und Casual-Lokalen zahlst du einfach den exakten Betrag und gehst.

Hotels

Westliche Hotels erwarten kein Trinkgeld. In traditionellen japanischen Gasthäusern (Ryokan) gibt es eine spezifische kulturelle Praxis: einen Geldbetrag in einem dekorierten Umschlag (Noshibukuro) für die Zimmerdame (Nakai-san) zu hinterlassen, typischerweise 1.000–3.000 ¥ pro Nacht, im Zimmer deponiert, bevor sie kommt.

Taxi & Transport

Gib japanischen Taxifahrern niemals Trinkgeld. Die Preise werden auf den Cent genau berechnet, die Fahrzeuge sind makellos und die Fahrer erwarten den exakten Betrag. Türen öffnen und schließen sich automatisch – bitte nicht anfassen.

Übliche Praxis

Der Service ist in allen Betrieben im Preis inbegriffen. Das Personal erwartet keine und lehnt möglicherweise sogar jede Extrazahlung ab.

Typische Beispiele

Bei einer Rechnung von 4.000 ¥ zahlst du genau 4.000 ¥. Bei einer Taxifahrt von 2.500 ¥ zahlst du genau 2.500 ¥.

Hinweis

Eine herzliche Verbeugung und ein aufrichtiges ‚Arigatou gozaimashita' ist die geschätzteste Form der Wertschätzung.