Trinkgeld in Italien ist nach internationalen Maßstäben bescheiden und nie verpflichtend. Italienische Restaurants berechnen häufig eine Gedeckgebühr (Coperto) von 1–3 € pro Person und manchmal eine Servicegebühr (Servizio), also prüfe die Rechnung stets sorgfältig, bevor du etwas extra gibst.
Prüfe in einem italienischen Restaurant zunächst die Rechnung auf 'Coperto' und 'Servizio'. Sind beide enthalten, ist kein Trinkgeld nötig. Ohne Servicegebühr werden 5–10 % für ein Essen am Tisch geschätzt. In Espressobars und Cafés ist es üblich, beim Bestellen eine kleine Münze (0,10–0,50 €) auf den Tresen zu legen – das ist eher eine lokale Gewohnheit als ein formelles Trinkgeld.
Hoteltrinkgeld ist in Italien ungewöhnlich, aber immer willkommen. 1–2 € pro Tasche für einen Portier ist angemessen. Für die Zimmerreinigung sind 1–2 € pro Nacht bei mehrere Nächte dauernden Aufenthalten ein nettes Zeichen. In gehobenen Hotels kann ein Concierge, der schwer zu bekommende Reservierungen oder private Erlebnisse organisiert, 5–15 € erhalten.
Italienische Taxifahrer erwarten keine großen Trinkgelder. Den Taxameterbetrag auf den nächsten Euro aufrunden ist die übliche Praxis. Bei Flughafentransfers oder Fahrten mit schwerem Gepäck ist ein Aufschlag von 1–2 € ein freundliches Zeichen. Stelle sicher, dass das Taxameter beim Start der Fahrt läuft.
Wenn der Service nicht enthalten ist, sind 5–10 % oder das Aufrunden auf einen praktischen Betrag Standard. In Bars und Cafés ist es die lokale Norm, eine oder zwei Münzen auf den Tresen zu legen.
Bei einer Restaurantrechnung von 50 € ohne Servicegebühr ist ein Trinkgeld von 3–5 € höflich. Bei einer Taxifahrt von 20 € ist das Aufrunden auf 22 € typisch.
Prüfe immer auf 'Servizio incluso' oder 'Coperto' auf der Rechnung, bevor du extra Trinkgeld gibst.