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Trinkgeld im Vereinigten Königreich

Kurz: Trinkgeld ist in Großbritannien üblich, aber moderat – rund 10–12,5 % im Restaurant mit Tischbedienung. Viele Restaurants, vor allem in London, schlagen bereits eine freiwillige Servicegebühr („discretionary service charge“) von meist 12,5 % auf. Dann gibst du nichts extra. Die Gebühr ist freiwillig: Bei schlechtem Service darfst du sie von der Rechnung nehmen lassen.

Üblich: 10–12,5 %

Kurz gesagt

In Großbritannien gibst du im Restaurant 10–12,5 % – aber nur, wenn noch keine „service charge“ (meist 12,5 %) auf der Rechnung steht. Im Pub wird an der Theke kein Trinkgeld erwartet, im Taxi rundest du auf oder gibst etwa 10 %.

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Restaurants

Prüfe zuerst die Rechnung auf „service charge“ oder „optional service“. Ist sie enthalten, bist du fertig. Fehlt sie, sind 10 % für ordentlichen und 12,5–15 % für sehr guten Service üblich. Seit Oktober 2024 müssen Arbeitgeber Trinkgelder und Servicegebühren gesetzlich vollständig an die Beschäftigten weitergeben – egal ob bar oder per Karte. In Cafés mit Selbstbedienung und Fast-Food-Läden gibt man nichts. Fragt das Kartenterminal nach einem Trinkgeld, obwohl die Service Charge schon berechnet wurde, wählst du einfach „no tip“.

Hotels

Hotelpersonal bekommt in Großbritannien seltener Trinkgeld als in den USA. 1–2 £ pro Gepäckstück für den Kofferträger oder ein kleiner Betrag für die Zimmerreinigung am Ende eines längeren Aufenthalts sind freundlich, werden aber nicht erwartet. Ein Concierge, der Theaterkarten oder Restaurantplätze besorgt, freut sich über 5–10 £.

Taxi & Transport

Bei Londoner Black Cabs rundest du auf das nächste Pfund auf oder gibst etwa 10 %. Bei Uber, Bolt und anderen Apps ist Trinkgeld freiwillig, wird bei längeren Fahrten aber zunehmend gegeben. Für Minicab-Transfers zum Flughafen sind 2–5 £ ein üblicher Aufschlag, wenn der Fahrer beim Gepäck hilft.

Touren, Spa, Cafés & mehr

Im Pub bestellst und zahlst du an der Theke – Trinkgeld wird nicht erwartet. Wer sich bedanken möchte, sagt „and one for yourself“ und spendiert dem Barkeeper ein Getränk, das dieser oft als kleinen Geldbetrag mit abrechnet. Beim Friseur sind etwa 10 % üblich, bei Stadtführungen und Tagestouren, etwa nach Stonehenge oder in die Highlands, 5–10 £ pro Person für den Guide. Im Spa ist oft schon eine Servicegebühr enthalten. Für Essenslieferungen sind 1–2 £ über die App nett. Im Café mit Theke reicht Kleingeld im Tip-Glas.

Übliche Praxis

Erst die Rechnung prüfen, dann 10–12,5 % geben, wenn keine Servicegebühr enthalten ist. Im Pub an der Theke kein Trinkgeld, im Taxi aufrunden. Großbritannien ist weitgehend bargeldlos – Trinkgeld per Karte ist normal und kommt beim Personal an.

Typische Beispiele

Abendessen in London für 64 £ inklusive 12,5 % Service Charge: nichts extra. Restaurant ohne Service Charge, 40 £ (ca. 46 €): 4–5 £ Trinkgeld. Pint im Pub für 6,50 £: kein Trinkgeld. Black Cab für 18 £: auf 20 £ aufrunden. Euro-Werte sind grob gerechnet (etwa 1,15 € pro Pfund), der Kurs schwankt.

Hinweis

In Schottland, Wales und Nordirland gelten dieselben Gepflogenheiten wie in England. Im Trinkgeldrechner findest du für Großbritannien auch 12,5 % als Voreinstellung – genau der typische britische Servicesatz.

Häufige Fragen

Wie viel Trinkgeld gibt man in England?

Im Restaurant 10–12,5 %, sofern keine Service Charge berechnet wurde. Im Pub an der Theke nichts, im Taxi aufrunden oder etwa 10 %.

Was ist eine „discretionary service charge“?

Eine freiwillige Servicegebühr von meist 12,5 %, die direkt auf der Rechnung steht. Sie ersetzt das Trinkgeld, und du kannst sie bei schlechtem Service streichen lassen.

Gibt man im Pub Trinkgeld?

Normalerweise nicht, wenn du an der Theke bestellst. Bei Tischservice mit Essen gelten die Restaurantregeln – achte also auf eine Service Charge.

Kommt Trinkgeld per Karte in Großbritannien beim Personal an?

Ja. Seit Oktober 2024 müssen Arbeitgeber Trinkgelder und Servicegebühren vollständig an die Beschäftigten weitergeben.