In Frankreich ist Trinkgeld generell bescheiden, da der Service gesetzlich in allen ausgewiesenen Preisen enthalten sein muss. Ein zusätzliches Trinkgeld wird nie erwartet, aber ein kleiner Betrag für wirklich guten Service ist ein geschätzter Ausdruck der Anerkennung.
In französischen Restaurants ist der Service bereits in der Rechnung enthalten. Einheimische runden oft auf den nächsten Euro auf oder hinterlassen 1–2 € auf dem Tisch. Für außergewöhnlichen Service sind 5 % großzügig. Wer mit Karte zahlt, sollte Trinkgeld lieber als Bargeld direkt an den Kellner geben, da Kartentrinkgeld nicht immer weitergegeben wird.
Hotelmitarbeiter in Frankreich erwarten in der Regel kein Trinkgeld. 1–2 € für den Zimmerservice oder das tägliche Reinigungspersonal ist ein nettes Zeichen. Für einen Concierge, der sich besonders bemüht hat – schwer zu bekommende Reservierungen, Transportorganisation – sind 3–5 € angemessen.
Französische Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Auf den nächsten Euro aufrunden ist die verbreitetste Praxis. Bei längeren Fahrten, Hilfe mit schwerem Gepäck oder geschicktem Navigieren im Stadtverkehr sind 1–2 € extra ein höflicher Zusatz.
Einheimische runden oft auf oder hinterlassen Kleingeld. Große Trinkgelder sind unüblich und können fehl am Platz wirken.
Bei einer Restaurantrechnung von 42 € sind 2–4 € Trinkgeld höflich, aber völlig freiwillig. Bei einer Taxifahrt von 15 € ist das Aufrunden auf 16 € völlig normal.
Achte auf den Hinweis «service compris» auf der Rechnung, bevor du extra Trinkgeld gibst.