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Trinkgeld in Frankreich

Kurz: Trinkgeld ist in Frankreich freiwillig und meist kleiner als in Deutschland. Seit 1987 müssen die Preise auf der Karte den Service bereits enthalten – genau das bedeutet der Hinweis „service compris“. Trotzdem lassen viele Franzosen bei gutem Service ein paar Euro liegen. Für dich heißt das: Aufrunden oder rund 5 % sind eine freundliche Geste, aber niemand rechnet mit 10 % oder mehr.

Üblich: 0–5 %

Kurz gesagt

In Frankreich ist der Service per Gesetz im Preis enthalten („service compris“). Üblich ist es, aufzurunden oder bei gutem Service etwa 5 % bzw. 2–5 € im Restaurant liegen zu lassen; im Café reichen ein paar Münzen.

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Restaurants

Die Rechnung („l’addition“) bekommst du meist erst, wenn du danach fragst. Der Service ist enthalten; für guten Service lässt du beim Mittagsmenü 1–2 € liegen, beim Abendessen etwa 5 % oder 2–5 €, im Gourmetrestaurant auch bis 10 %. Anders als in Deutschland nennt man keinen Gesamtbetrag – das Trinkgeld („pourboire“) bleibt nach dem Bezahlen auf dem Tellerchen oder auf dem Tisch. Viele Kartenterminals haben keine Trinkgeldfunktion, deshalb ist Bargeld praktischer und landet direkt beim Personal.

Hotels

Hotelpersonal in Frankreich erwartet in der Regel kein Trinkgeld. 1–2 € pro Nacht für die Zimmerreinigung oder pro Gepäckstück für den Kofferträger sind eine nette Geste. Ein Concierge, der sich besonders bemüht – schwer zu bekommende Reservierungen, Transfers, Tickets –, freut sich über 5–10 €.

Taxi & Transport

Französische Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Aufrunden auf den nächsten Euro ist am verbreitetsten. Bei längeren Fahrten, Hilfe mit schwerem Gepäck oder geschicktem Navigieren durch den Pariser Verkehr sind 1–2 € extra höflich. In Uber und anderen Apps ist Trinkgeld freiwillig.

Touren, Spa, Cafés & mehr

Im Café oder an der Bar lässt du nach dem Espresso oder dem Glas Wein ein paar Cent bis 1 € liegen. Bei Stadtführungen in Paris oder geführten Touren durch Weingüter sind 2–5 € pro Person eine nette Geste; bei „Free Tours“ ist das Trinkgeld der eigentliche Preis, meist 10–15 €. Beim Friseur oder in der Kosmetik sind ein paar Euro möglich, aber nicht üblich. Lieferdienste: Trinkgeld in der App ist freiwillig. Für Skilehrer in den Alpen ist ein Trinkgeld am Ende eines Kurses eine verbreitete Geste. Toiletten kosten oft eine feste Gebühr, extra Trinkgeld ist dort nicht nötig.

Übliche Praxis

Aufrunden oder Kleingeld liegen lassen. Etwa 5 % für guten Service, bis 10 % nur in der gehobenen Gastronomie oder bei außergewöhnlichem Service. Große Trinkgelder sind unüblich und können fehl am Platz wirken.

Typische Beispiele

Mittagsmenü („formule“) für 18 €: auf 20 € aufrunden. Abendessen für zwei für 72 €: 3–5 € liegen lassen. Café crème für 3,80 €: 4 € geben. Taxifahrt für 23 €: auf 25 € aufrunden. Menü im Sternerestaurant für 240 €: 10–20 €, wenn du begeistert warst.

Hinweis

Achte auf „service compris“ auf der Karte oder Rechnung – das ist der Normalfall. Für Frankreich reichen im Trinkgeldrechner meist 5 % oder die Aufrunden-Funktion; 10 % sind schon großzügig.

Häufige Fragen

Gibt man in Frankreich Trinkgeld?

Ja, aber wenig: Der Service ist im Preis enthalten. Aufrunden oder etwa 5 % bei gutem Service sind üblich, nichts zu geben ist auch nicht unhöflich.

Was bedeutet „service compris“?

Dass das Bedienungsgeld bereits in den Preisen enthalten ist – in Frankreich ist das gesetzlich vorgeschrieben. Ein zusätzliches Trinkgeld ist freiwillig.

Wie viel Trinkgeld im Restaurant in Paris?

Für ein normales Abendessen 2–5 € bzw. etwa 5 %, im Spitzenrestaurant bis 10 %. Im Bistro oder Café reichen ein paar Münzen.

Kann ich in Frankreich Trinkgeld mit Karte geben?

Oft nicht, weil viele Terminals keine Trinkgeldfunktion haben. Halte deshalb ein paar Euro-Münzen bereit und lass sie nach dem Bezahlen liegen.