Trinkgeld in Spanien
Kurz: Trinkgeld (la propina) ist in Spanien freiwillig und eher klein. Im Restaurant lässt du bei gutem Service 5–10 % oder ein paar Euro liegen, in Bars und Cafés reicht Kleingeld. Anders als in den USA gibt es keinen sozialen Druck – auch viele Spanier geben wenig oder gar nichts. Wer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt, liegt mit Aufrunden fast immer richtig.
Üblich: 0–5 %
Kurz gesagt
In Spanien ist Trinkgeld (la propina) freiwillig: Im Restaurant lässt du bei gutem Service 5–10 % oder ein paar Euro liegen, in Tapas-Bars und Cafés reicht das Kleingeld, im Taxi wird aufgerundet.
Trinkgeldrechner für dieses Land öffnenRestaurants
Im Restaurant bekommst du die Rechnung erst auf Nachfrage („La cuenta, por favor“). Für guten Service am Tisch sind 5–10 % großzügig und werden gern angenommen. Beim günstigen Mittagsmenü (Menú del día) reicht 1 €. In Tapas-Bars lässt man einfach das Kleingeld auf dem Tellerchen liegen. Servicegebühren sind in Spanien selten – was auf der Karte steht, zahlst du, plus ein freiwilliges Trinkgeld. Bei Kartenzahlung gibt es oft keine Trinkgeldfunktion; dann legst du ein paar Münzen dazu.
Hotels
Hoteltrinkgeld ist in Spanien nicht üblich, aber willkommen. 1–2 € pro Gepäckstück für den Kofferträger und 1–2 € pro Nacht für die Zimmerreinigung sind eine nette Geste. In All-inclusive-Hotels auf Mallorca oder den Kanaren geben viele Urlauber dem Zimmerservice und den Kellnern am Ende des Urlaubs einen Pauschalbetrag von 10–20 € – nötig ist das nicht. Ein Concierge erhält nur bei besonderem Aufwand etwas.
Taxi & Transport
Spanische Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Aufrunden auf den nächsten Euro ist üblich und wird geschätzt. Bei Flughafenfahrten, viel Verkehr oder schwerem Gepäck sind 1–2 € extra eine großzügige Geste. Bei Cabify, Uber oder FREE NOW ist Trinkgeld in der App freiwillig.
Touren, Spa, Cafés & mehr
In der Strandbar (Chiringuito) oder im Café reicht Kleingeld. Bei Stadtführungen in Barcelona, Madrid oder Sevilla sind 2–5 € pro Person für den Guide eine nette Geste, bei Free Tours ist das Trinkgeld der eigentliche Preis, meist 10–15 €. Ausflugsfahrer und Bootscrews auf Mallorca oder den Kanaren freuen sich über ein paar Euro. Beim Friseur und im Spa ist Trinkgeld unüblich, aber willkommen. Lieferdienste: 1–2 € sind nett. Barkeeper in Clubs und Cocktailbars bekommen höchstens etwas Kleingeld – Trinkgeld pro Drink wie in den USA gibt es nicht.
Übliche Praxis
Kleingeld liegen lassen oder aufrunden ist der Normalfall, 5–10 % gibt man nur bei richtig gutem Service am Tisch. Kein Trinkgeld zu geben gilt nicht als unhöflich.
Typische Beispiele
Tapas-Rechnung über 20 €: 1–2 € in Münzen liegen lassen. Menú del día für 13 €: 1 €. Abendessen für zwei in Barcelona, 62 €: 3–5 €. Café con leche für 1,80 €: auf 2 € aufrunden. Taxifahrt für 14,40 €: 15 € zahlen.
Hinweis
Servicegebühren sind in Spanien selten, ein Blick auf die Rechnung schadet aber nicht – vor allem in sehr touristischen Lokalen. Im Trinkgeldrechner ist Spanien auf 5 % voreingestellt; das passt für die meisten Restaurantbesuche.
Häufige Fragen
Gibt man in Spanien Trinkgeld?
Ja, aber es ist freiwillig und meist klein: 5–10 % im Restaurant bei gutem Service, sonst Aufrunden oder Kleingeld.
Wie viel Trinkgeld im Restaurant in Spanien?
Beim Menú del día für 13 € reicht 1 €, beim Abendessen für zwei um 60 € sind 3–5 € großzügig. Viele Spanier geben weniger oder gar nichts.
Trinkgeld im All-inclusive-Hotel in Spanien?
Nicht erwartet, aber verbreitet: Viele Gäste geben dem Zimmerservice 1–2 € pro Nacht oder am Ende des Urlaubs einen Pauschalbetrag. Auch Barkeeper freuen sich über gelegentlich ein paar Münzen.
Ist kein Trinkgeld in Spanien unhöflich?
Nein. In Spanien gibt es keinen Trinkgeld-Druck; auch Einheimische lassen oft nichts liegen.