Trinkgeld ist in Deutschland eine gängige Praxis, aber tendenziell bescheidener als in Ländern wie den USA. Der übliche Ansatz ist, auf einen praktischen Betrag aufzurunden, anstatt einen bestimmten Prozentsatz zu berechnen. Wichtig: Die Art, wie man Trinkgeld gibt, unterscheidet sich von den meisten Ländern – man nennt den Gesamtbetrag inklusive Trinkgeld, anstatt Geld auf den Tisch zu legen.
Wenn du in einem deutschen Restaurant zahlst, nennst du dem Kellner den Gesamtbetrag inklusive Trinkgeld, anstatt auf Wechselgeld zu warten. Wenn die Rechnung zum Beispiel 34 € beträgt und du 3 € Trinkgeld geben möchtest, sagst du einfach «Siebenunddreißig, bitte». Fünf bis zehn Prozent zu geben ist Standard bei Bedienung am Tisch. Viele Terminals ermöglichen jetzt auch Kartentrinkgeld.
Hoteltrinkgeld ist in Deutschland bescheiden. 1–2 € pro Tasche für einen Portier ist angemessen. Für die Zimmerreinigung 1–2 € pro Nacht als nettes Zeichen, besonders bei längeren Aufenthalten. Für einen Concierge, der erhebliche Hilfe geleistet hat – Ticketbuchungen oder Organisation besonderer Erlebnisse – sind 5–10 € eine faire Anerkennung.
Nenne dem Taxifahrer den Gesamtbetrag, den du zahlen möchtest, einschließlich Trinkgeld, noch während der Fahrt. Auf die nächsten 5 € aufrunden oder etwa 10 % draufschlagen ist die Norm. Bei Flughafenfahrten oder umfangreichem Gepäck ist ein etwas großzügigerer Betrag angebracht.
Auf einen praktischen Betrag aufrunden ist der gängigste Ansatz. Das Trinkgeld wird dem Kellner oder Fahrer mitgeteilt, nicht auf dem Tisch hinterlassen.
Bei einer Restaurantrechnung von 28 € auf 30 € aufzurunden ist eine standardmäßige Geste. Bei einem Taxipreis von 22 € 25 € zu zahlen ist großzügig, aber ganz normal.
Bargeldtrinkgeld wird bevorzugt und oft direkt beim Begleichen der Rechnung an den Kellner übergeben.